Erfolg des Projekts in Thüringen



Ankauf von Grundstücken im GRÜNEN BAND

Mit Fördermittel des Freistaates Thüringen für landschaftspflegerische Maßnahmen in der Flurbereinigung konnte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Thüringen bis Dezember 2002 34 Flurstücke mit einer Gesamtgröße von 16,7 ha im ehemaligen Grenzstreifen von Privatpersonen erwerben, die als Alteigentümer einen Rückübertragungsantrag nach dem Mauergrundstücksgesetz gestellt hatten. Unterstützt wurde dieser Flächenerwerb maßgeblich durch das Flurneuordnungsamt Meiningen und dem Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung Thüringen. Auf diese Weise ist nun eine naturschutzgerechte Nutzung und Entwicklung dieser Flächen im GRÜNEN BAND sichergestellt.

Weitere 24 Flurstücke mit einer Gesamtgröße von 8,3 ha erwarb der BUND Thüringen von der Bundesrepublik Deutschland als Alleineigentümerin. Es handelt sich dabei um Flurstücke, die eine besondere Bedeutung für den Biotopverbund haben oder die z. Z. noch intensiv landwirtschaftlich genutzt werden und nun renaturiert werden können. Die Eigenmittel für den Flächenerwerb stammen aus einer Spendenaktion des BUND ("Grüner Anteilsschein")..

Schwerpunkte des Flächenerwerbs des BUND waren die Auwaldbereiche an der Steinach im Bereich Heubisch - Unterlind (Ziel: Sicherung und Entwicklung von Auwäldern) und das GRÜNE BAND im Bereich Mogger - Mupperg (Ziel: Sicherung und Wiederherstellung von Brachen).

Für 4 Flurstücke, die zusammen ca. 2,1 ha groß sind, wurden Kaufvorverträge (Verkaufserklärungen) abgeschlossen. Es geplant, den Flächenerwerb fortzusetzen, um größere, zusammenhängende Flächen in Eigentum des BUND zu schaffen und um intensiver landwirtschaftlich genutzte Flächen im GRÜNEN BAND wieder in Brache oder extensiv genutztes Grünland umwandeln zu können. Nähere Informationen zum Flächenerwerb gibt’s unter (News.)



[Detailkarte 1]

[Detailkarte 2]

[Detailkarte 3]

Detailkarten sind durch Anklicken zu öffnen

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abgemähte Fläche bei Mupperg

Bis vor kurzem wurde das GRÜNE BAND bei Mupperg teilweise ohne Genehmigung intensiv als Grünland genutzt. Aufgrund des Flächenerwerbs durch den BUND Thüringen werden hier wieder die für das GRÜNE BAND typischen Brachflächen entstehen. Auf diese Weise kann der unterbrochene Biotopverbund wieder hergestellt werden.



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Anlage von Feuchtgebieten im GRÜNEN BAND

Im Winter 2002 / 2003 konnten in zwei vom BUND Thüringen erworbenen Gebieten (Gesamtfläche 3,7 ha) im GRÜNEN BAND erste Biotopgestaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. In der Nähe von ehemaligen Teichstandorten wurden mit Fördermitteln des Freistaates Thüringen und des BUND Thüringen Gräben zu Kleingewässern mit Sumpfzonen umgestaltet. Die Kleingewässer sollen insbesondere für die in der näheren Umgebung vorkommenden Arten Laubfrosch und Kammolch sowie für gefährdete Libellenarten neuen Lebensraum schaffen. Um den Erfolg dieser Maßnahmen zu kontrollieren, werden zoologische Erfassungen durchgeführt.

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Neu angelegtes Feuchtgebiet bei Mupperg



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Renaturierung der Föritz

Im Bereich der Grenze zwischen Bayern und Thüringen, dem "GRÜNEN BAND THÜRINGEN" (ehemals innerdeutscher Grenzstreifen), ist die Föritz noch ein naturnah mäandrierender Bach. Nördlich des Grenzstreifens befindet sich die Föritz jedoch in einem sehr naturfernen Zustand. Der Lauf wurde zum Teil stark begradigt, die Ufer sind durch Rasengittersteine und Steinschüttungen naturfern verbaut. Zwei breite Brückenbauwerke stellen außerdem eine Barriere für den Biotopverbund entlang der Föritz dar.

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Naturnaher Abschnitt der Föritz im Grenzstreifen



[--Föritz nördlich des Grenzstreifens--]

Föritz nördlich des Grenzstreifens



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ie Renaturierung des Fließgewässers Föritz auf einer Länge von rd. 2.5 km ist ein Schwerpunktvorhaben zur Umsetzung des Leitbildes GRÜNES BAND THÜRINGEN.
Mit der Renaturierung werden gleichzeitig länderübergreifend und nachhaltig die Ziele des ABSP Projektes "Steinachtal / Linder Ebene" verwirklicht.

Die Maßnahme wurde im Rahmen der Flurbereinigungsverfahren Rotheul und Sichelreuth, Landkreis Sonneberg, bei der Aufstellung der Wege- und Gewässerpläne mit landschaftspflegerischen Begleitplänen (Pläne nach § 41 Flurbereinigungsgesetz) durch das Flurneuordnungsamt Meiningen berücksichtigt.

Maßgeblich wirkten bei der Planung dieses Vorhabens u. a. die Obere Naturschutzbehörde Thüringens, die Obere Wasserbehörde Thüringens, das Staatliche Umweltamt Suhl, die Fachabteilungen des Landratsamtes Sonneberg, das Wasserwirtschaftsamt Hof, die Gemeinde, die Vorstände der Teilnehmergemeinschaften der Flurbereinigung, das Landwirtschaftsamt Hildburghausen und der Thüringer Bauernverband e. V. mit.

Die Realisierung der Renaturierung erfolgt als gemeinschaftliches Vorhaben der Teilnehmergemeinschaften der Flurbereinigungsverfahren Rotheul und Sichelreuth und als Ersatzmaßnahme der Vereinigten Energiewerke AG (VEAG), für die mit dem Bau des Pumpspeicherwerkes Goldisthal verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft.
Die Renaturierung soll zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen für die in der Föritz noch vorkommende Bachmuschel sowie gefährdete Fisch- und Libellenarten führen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:





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[--Planausschnitt Bestand--]

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[--Planausschnitt Entwurf--]

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Quelle:



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Renaturierter Abschnitt der Föritz zwischen Sichelreuth und Landesgrenze

Im Jahr 2002 wurde der erste Abschnitt der Renaturierung der Föritz verwirklicht. Auf einer Länge von ca. 800 m verläuft die Föritz nun wieder in Mäandern

Auf bayerischer Seite laufen derzeit Planungen zur Renaturierung der Föritz, nachdem schon viele Ufergrundstücke an der Föritz durch das Wasserwirtschaftsamt Hof erworben werden konnten.

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